Regionale Erzeugung im Mittelpunkt

Regio DayWie kann man die heimische Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung in den Mittelpunkt stellen? – Ganz einfach: Indem man auf einer Karte im Internet zeigt, wo welche Betriebe was zu zeigen haben, und man allen anderen Menschen diese Aktion bekannt macht. „Einige Verrückte“ haben genau das getan und fiebern nun dem Stichtag 1. Oktober  – dem „Regio Day“ – entgegen.

Es laufen derzeit sogar mehrere Aktionen, um das Thema regionale Erzeugung bekannter zu machen. Kein Wunder, denn Regionalität ist ein Mega-Thema für die Land- und Lebensmittelwirtschaft.

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Podiumsdiskussion "Nachhaltige Landwirtschaft in deutschland" (IFAJ-Kongress 2016

Was heißt „Nachhaltige Landwirtschaft“?

Was bedeutet „Nachhaltige Landwirtschaft“, insbesondere in Deutschland? Vor über 200 Agrarjournalisten aus 36 Ländern zeigte eine Podiumsdiskussion im Rahmen des IFAJ-Kongresses Mitte Juli 2016, dass das Thema Nachhaltigkeit viele Facetten hat, darin waren sich die Podiumsteilnehmer einig.

Über die inhaltliche Ausgestaltung und praktische Umsetzung bleibt wegen fehlender gemeinsamer Zieldefinitionen und einer sehr kontroversen Beschreibung des Ist-Zustandes aber noch erheblicher Diskussionsbedarf, siehe folgendes Video.

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„Im persönlichen Gespräch haben Sie mehr Respekt voreinander“

Jan Grossarth, Wirtschaftsredakteur der Franfurter Allgemeinen Zeitung, Foto: Frank Röth

Jan Grossarth, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Foto: Frank Röth

Immer mehr Landwirte und Landwirtinnen vernetzen sich im Internet mit Gleichgesinnten, z.B. auf Facebook oder Twitter untereinander, kommunizieren mit Verbrauchern auf ihren Facebook-Seiten und wollen so eine Diskussion mit der Gesellschaft führen. Wir sprachen mit Jan Grossarth, Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über die Risiken und Nebenwirkungen von Online-Diskussionen auf den kommunikativen Umgang miteinander.

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Tiergerechtes Erfrieren

blizzard

Foto: bigballsincowtown.com

Von Sören Schewe

Hugh Ingalls ist Rancher in South Dakota. Gefunden habe ich ihn über YouTube, wo er in einem Video für den Kanal „I Am Angus“ mit seiner Frau über den Verlust von 200 Rindern während eines Schneesturms berichtet. Eine traurige Geschichte – man merkt, dass es den beiden nahe geht, während sie darüber sprechen. „They were waiting for me“ – aber Hugh konnte ihnen nicht mehr helfen, das Wetter ließ es nicht zu. So traurig diese Geschichte ist, hat sich Hugh nichts vorzuwerfen. Die Tiere lebten schließlich draußen auf der Weide – viel art- oder tiergerechter geht es nicht mehr. Oder ist genau das vielleicht das Problem? Hätte im Gegensatz dazu eine Stallhaltung nicht vielleicht doch eher Tierschutz und Tierwohl entsprochen? Fragen, die gerade in den USA jetzt wieder neues Feuer bekommen haben.  Weiterlesen

Was bringt eine nationale Nutztierstrategie?

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer (Foto: DLG)

Von Sören Schewe

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer vom Thünen-Institut in Braunschweig hat sich einige Gedanken zur Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Weltmarkt und kritischer Bevölkerung gemacht und plädiert dabei auf Basis seiner Erkenntnisse für eine nationale Nutztierstrategie.

Schauen wir uns mal an, was das ist und was davon zu halten ist.

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Wunschküken

© Anatolii - Fotolia.com

© Anatolii – Fotolia.com

Von Dietrich Holler

Kleine tapsige Kinder und große, schon etwas flinkere, sind mit Körbchen unterwegs. Und natürlich macht es vielen Erwachsen ebenfalls Freude: Ostereier suchen. War der Brauch ehedem an Unschuld kaum zu überbieten, so liegt auf dem Spaß längst eine vielfältige Gewissenslast.
Zuviel Ei ist nicht gesund und Süßigkeiten sind ohnehin nur sehr restriktiv zu konsumieren, warnen strenge Ernährungsberaterinnen mit langen Doppelnamen und kurzem Haar. Falls sie Kinder haben sollten, macht es ihren Kleinen bestimmt große Freude, wenn sie das vegane Osterhäschen im Nest aus Dinkelspelzen entdecken. Weiterlesen

Was Bauern fertig macht

Foto: Landpixel

Foto: (c) Landpixel

Von Sören Schewe

„Sie laufen.“ Der mir spontan fehlende Zusammenhang folgte schnell. Bei Wiesenhof wird Geflügel nicht nur gemästet, sondern auch ausgebrütet, nachdem sie von den Elterntieren als Ei gelegt wurden. Dafür sind die Tiere gruppenweise in mehreren Räumen pro Betrieb untergebracht. Für eine gute Tierbetreuung muss der Tierhalter jede Gruppe mehrmals pro Tag kontrollieren. Jede Gruppe. 7 Tage die Woche. Da kommen einige Kilometer zusammen. Gelegentliches Knacken und Knirschen der Gelenke lässt sich da kaum vermeiden. Weiterlesen