Archiv des Autors: Rainer Winter

Bauer Willi: „Brücken bauen – Horizonte erweitern – Mut machen“

Dr. Willi Kremer-Schillings alias „Bauer Willi“

1.300 Tage gibt es nun „Bauer Willi“, den bekanntesten Agrarblogger Deutschlands. Wir haben ihm aus diesem Anlass ein paar Fragen gestellt.

Wo hast du den Eindruck, nach dieser Zeit etwas bewegt, etwas verändert zu haben?

Was mir auffällt, sind seit etwa einem Jahr vermehrt Anfragen von außerhalb der Landwirtschaft. Wenn ich als traditioneller Landwirt von der Demo „Wir haben es satt“ als Redner angefragt werde, verändert sich doch was zwischen den Fronten. Gerade habe ich einen Artikel für die Zeitschrift „politische ökologie“ geschrieben, die im oekom-Verlag erscheint. Auf die Frage, warum sie da auf mich kommen, bekam ich zur Antwort: „Sie wurden uns von Greenpeace empfohlen“. Das passiert ja nicht vielen in der Agrarbranche. Und auch hier ist meine Meinung als traditioneller Bauer gefragt, ungeschminkt. Es scheint also ein Interesse an der Schilderung der Realität zu bestehen. Und das ist ja auch unser Ziel: Brücken bauen. Weiterlesen

„Soziale Medien sind ein wichtiger Teil des Reputationsmanagements“

Tricia Braid, Illinois Corn Growers Association

In den USA bloggen Farmer und Rancher schon länger als in Deutschland und machen auch ihre Erfahrungen im Dialog mit Verbrauchern. Auf einer Fachreise* durch die Bundesstaaten Indiana, Illinois und Iowa fanden sich viele Gemeinsamkeiten zur Situation der Landwirtschaft und ihrem Verhältnis zur Gesellschaft.

Wir sprachen mit Tricia Braid, Kommunikationsdirektorin bei Illinois Corn Grower Association (www.ilcorn.org).

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„Wir brauchen vier Mal ein „D“ für die Schweinehaltung“

Die Situation in der Schweinehaltung, insbesondere der Ferkelerzeuger, ist derzeit kritisch. Agrarblogger „Bauer Willi“ sprach mit Schweine-Expertin Mirjam Lechner über die Perspektiven und Herausforderungen für die Tierhalter und welche Auswege es aus der Krise geben könnte. Das Interview ist auf seinem Blog als Video zu sehen, hier kann man das Gespräch aber auch nachlesen:

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Was machen Kühe bei großer Hitze?

YouTuber Amos Venema von MyKuhTube.de erklärt, was die aktuelle Hitze bei Kühen im Stall und auf der Weide bewirkt, und wie die Kühe darauf reagieren. Kühe fühlen sich nämlich nur bei 7 bis 16 Grad Celsius so richtig wohl… Weiterlesen

Imagevideos „Made by Bauern“

Immer mehr junge Agrarier zeigen auf YouTube, dass sie professionelle Videos machen können. Der von Unternehmen der Agrarbranche unterstützte Videowettbewerb „Clip my Farm“ möchte diese Talente fördern. Und nebenbei nicht nur das angekratzte Image der Landwirtschaft aufwerten, sondern auch zum Nachdenken anregen.

In der vierten Staffel des Video-Wettbewerbs wurden auf der Grünen Woche 2018 die Preisträger gekürt:

Der Hauptpreis, dotiert mit 10.000 €, geht an Patrick Kampmann und André Börstinghaus aus dem Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen. „Das Video ‚RISSE’ ist sehr außergewöhnlich. Es beschreibt die Spaltung zwischen Städtern und Landwirten an sich plötzlich auftuenden Rissen in der Erdoberfläche. Ein Clip, der einem kleinen Kinofilm gleicht und die Zuschauer zum Nachdenken anregt“, so das Urteil der Jury bei der Preisvergabe. Weiterlesen

Milchpreis – Ausblick 2018

Landwirt und Videoblogger Amos Venema zeigt auf dem YouTube-Kanal MyKuhtube, welche Preisentwicklungen die Milchviehhalter in den letzten Jahren durchstehen mussten und wie es zum Jahresanfang am Markt aussieht.

Wer aufpasst, erfährt auch, was den Landwirten gar nicht weiter hilft:

Hört auf zu jammern! Angelt lieber!

Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

Von Thies Schmoldt

Die jetzige Situation vieler Betriebe ist existenzgefährdend und mit früheren Branchenkrisen nicht vergleichbar. Das Problem ist allerdings, dass schon seit Jahrzehnten die Hauptkommunikation an die Gesellschaft war, dass es gerade sehr schlecht ist. Wie glaubhaft klingt es dann zu sagen: „Jetzt geht es uns aber tatsächlich richtig schlecht.“ Das stimmt zwar, aber das will keiner mehr hören.

Der Verbraucher muss das erfahren, aber er will es gar nicht wissen. Nur weil ein Kind Spinat essen muss, ändert das nichts daran, dass es aber keinen Spinat essen will. Und zu sagen, wie schlecht es einem geht, ist keine Öffentlichkeitsarbeit und kein Marketing. Würdet ihr bei einem Landhändler einkaufen, der dauernd bettelt: „Kaufe bitte große Mengen zu einem höheren Preis bei mir, weil es mir wirtschaftlich so schlecht geht?“ Da rechnet man doch eher mit der baldigen Insolvenz und schaut sich nach anderen um.
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