Archiv der Kategorie: Agrarpolitik

Die Riesendummheit

Riesen-Spielzeug

Riesen-Spielzeug (Adelbert von Chamisso’s Buch Sämtliche Werke), Quelle: Wikimedia Commons

Kommentar von Mechthilde Becker-Weigel, Chefredaktion agrarticker.de

Es ist eine schwere Prüfung, bei der jüngsten Kampagne von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Fassung zu bewahren.

Was ist passiert? Das Bundesumweltministerium (BMUB) startet eine neue Kampagne mit Plakaten und der gängigen Social-Media-PR-Maschine und hat als besonderen Hingucker „neue Bauernregeln“ formuliert. Das BMUB spricht mit seiner Aktion „neue Bauernregeln“ nicht mit den Landwirten, sondern in Form von Plakaten, die in über 70 Städten hängen sollen, über sie.

Und das in aller Öffentlichkeit in Form schlicht formulierter Vorwürfe, zu denen der Berufsstand keine Stellung nehmen kann. Weiterlesen

Hendricks verkündet neue „Bauernregeln“ für eine Landwirtschaft mit Zukunft – ohne an die Bauern zu denken

Aus aktuellem Anlass: Eine kurze Zusammenstellung in Sachen Barbara Hendricks, BMUB:

Winter bloggt

Plakatmotiv Nr. 9 der Kampagne des Bundesumweltministeriums Plakatmotiv Nr. 9 der Kampagne des Bundesumweltministeriums

„Anlässlich der öffentlichen Konsultation der EU zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik startet das Bundesumweltministerium heute die Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ Im Stile alter Bauernregeln wirbt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dabei für eine naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung.“ – so verkündete diese Woche das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,  Bau und Reaktorsicherheit stolz den Start ihrer Kampagne „auf Plakaten in über 70 Städten in Deutschland, mit Ansichtskarten, über Social Media und über eine Website http://www.neue-bauernregeln.de“.

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Jahresgedanken

Amos Venema

Amos Venema, Milcherzeuger aus Jemgum

von Amos Venema

Liebe Verbraucher, Politiker, Freunde und Familie, wir alle sehnen uns nach der ruhigen und beschaulichen Weihnachtszeit, wie wir sie aus unseren Kindheitserinnerungen kennen.
Trotzdem möchte ich die Zeit nutzen und mit Euch ein paar Gedanken teilen, die immer wieder zur Sprache kommen. Weiterlesen

Was heißt „Nachhaltige Landwirtschaft“?

Was bedeutet „Nachhaltige Landwirtschaft“, insbesondere in Deutschland? Vor über 200 Agrarjournalisten aus 36 Ländern zeigte eine Podiumsdiskussion im Rahmen des IFAJ-Kongresses Mitte Juli 2016, dass das Thema Nachhaltigkeit viele Facetten hat, darin waren sich die Podiumsteilnehmer einig.

Über die inhaltliche Ausgestaltung und praktische Umsetzung bleibt wegen fehlender gemeinsamer Zieldefinitionen und einer sehr kontroversen Beschreibung des Ist-Zustandes aber noch erheblicher Diskussionsbedarf, siehe folgendes Video.

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„Im persönlichen Gespräch haben Sie mehr Respekt voreinander“

Jan Grossarth, Wirtschaftsredakteur der Franfurter Allgemeinen Zeitung, Foto: Frank Röth

Jan Grossarth, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Foto: Frank Röth

Immer mehr Landwirte und Landwirtinnen vernetzen sich im Internet mit Gleichgesinnten, z.B. auf Facebook oder Twitter untereinander, kommunizieren mit Verbrauchern auf ihren Facebook-Seiten und wollen so eine Diskussion mit der Gesellschaft führen. Wir sprachen mit Jan Grossarth, Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über die Risiken und Nebenwirkungen von Online-Diskussionen auf den kommunikativen Umgang miteinander.

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Was bringt eine nationale Nutztierstrategie?

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer (Foto: DLG)

Von Sören Schewe

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer vom Thünen-Institut in Braunschweig hat sich einige Gedanken zur Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Weltmarkt und kritischer Bevölkerung gemacht und plädiert dabei auf Basis seiner Erkenntnisse für eine nationale Nutztierstrategie.

Schauen wir uns mal an, was das ist und was davon zu halten ist.

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Wunschküken

© Anatolii - Fotolia.com

© Anatolii – Fotolia.com

Von Dietrich Holler

Kleine tapsige Kinder und große, schon etwas flinkere, sind mit Körbchen unterwegs. Und natürlich macht es vielen Erwachsen ebenfalls Freude: Ostereier suchen. War der Brauch ehedem an Unschuld kaum zu überbieten, so liegt auf dem Spaß längst eine vielfältige Gewissenslast.
Zuviel Ei ist nicht gesund und Süßigkeiten sind ohnehin nur sehr restriktiv zu konsumieren, warnen strenge Ernährungsberaterinnen mit langen Doppelnamen und kurzem Haar. Falls sie Kinder haben sollten, macht es ihren Kleinen bestimmt große Freude, wenn sie das vegane Osterhäschen im Nest aus Dinkelspelzen entdecken. Weiterlesen