Tierwohl für Milchkühe

Landwirten ist die Gesundheit sowie das Wohlergehen ihrer Tiere wichtig. Sie selbst sowie die umliegende Fachwelt aus Agrarwissenschaftlern, Tierärzten und Unternehmen begründen das gerne etwas abstrakt mit ökonomischer Effizienz. Nur eine zufriedene Kuh gibt auch eine Menge Milch. In der Öffentlichkeit wird gerne darüber gestritten, ob jetzt konventionell gehaltene oder Bio-Kühe die glücklicheren Tiere sind. Es geht viel um große und kleine Ställe, um viele oder wenig Tiere sowie die Vor- und Nachteile einer Weide, während sich Fachleute gerne in der Frage verlieren, welche Liegeflächen die besten sind. Und natürlich geht es auch sehr viel um die Tiere selbst. So auch im Merkblatt „Das Tier im Blick – Milchkühe“.

Hier im Blog werden in der nächsten Zeit Artikel erscheinen, die verschiedene Aspekte dieses Merkblattes aufgreifen. Eine Übersicht der verlinkten Artikel wird es an dieser Stelle geben. Solltet Ihr noch Ideen haben, welche Themen in dieser Reihe unbedingt behandelt werden müssen, schreibt sie einfach in die Kommentare. Das gilt natürlich auch für Fragen.

Falls Ihr Euch das Merkblatt 381 schon mal ansehen wollt: „Das Tier im Blick – Milchkühe“

Bisher erschienen

Was Medien besser machen könnten

Rotes Quadrat. Malerischer Realismus einer Bäuerin in zwei Dimensionen, 1915. Kasimir Malewitsch

Ein öffentlicher Facebook-Post von Christina Annelies, der das Verhältnis der Medien zur Landwirtschaft – speziell Tierhaltung – beleuchtet, spricht einige interessante Punkte an. Die Autorin hat uns erlaubt, ihren Beitrag auch hier zu veröffentlichen:

Ich nehme unseren Medien ihre Berichterstattung über angebliche Missstände in der Nutztierhaltung übel. So sehr, dass mir mein Vertrauen abhanden kommt. Nicht nur in die landwirtschaftliche Berichterstattung, sondern grundsätzlich. Weiß ich, wie oberflächlich die Recherche war zu einem Thema, wie voreingenommen der Autor an die Arbeit gegangen ist und mehr Meinung hat einfließen lassen als überprüfte Fakten? Weiterlesen

Interview mit „Manni Muh“

„Manni Muh“ erschien auf Facebook als der Fuchs aus Walt Disneys Robin Hood

Er war der bunte Fuchs unter den auf Facebook aktiven Agrarbloggern, und seine Themen oder Aktionen fanden hohe Aufmerksamkeit im Netz wie in den Agrarmedien. Vor einigen Wochen schaltete er seine Facebook-Seite ab. Ich hatte da noch einige Fragen an ihn:

Wie bist du auf die Idee zu „Manni Muh“ gekommen? 

Manni: Eigentlich war es die mehr als schwierige finanzielle Situation zu dieser Zeit. Vor eineinhalb Jahren waren die Tendenzen am Milchmarkt sehr beängstigend.

Zudem wurde die Wahrnehmung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit schlechter. Das Ganze befeuert, teils von NGOs oder einzelnen Politikern, bei denen es durchaus fragwürdige Kenntnisse über die Landwirtschaft gab.

Das Ganze dann als Manni Muh zu starten, war dann eher eine Schnapsidee, und ich war versucht, das ganze schon nach zwei Tagen wieder zu beenden. Hat bekanntlich ein wenig länger gedauert😉

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Weide oder Stall? Was mag die Kuh lieber?

MyKuhTube-Landwirt Amos Venema zeigt auf seinem Betrieb in Ostfriesland, wo seine Kühe sich lieber aufhalten: Die Tiere verhalten sich nicht so eindeutig wie manche es glauben zu wissen, wo die Tiere besser hingehören.

Ein Plädoyer für eine weniger schwarz-weiße Sichtweise zum Thema Weidehaltung – auch wenn es im Beispiel schwarz-weiße Kühe sind:

Die Riesendummheit

Riesen-Spielzeug

Riesen-Spielzeug (Adelbert von Chamisso’s Buch Sämtliche Werke), Quelle: Wikimedia Commons

Kommentar von Mechthilde Becker-Weigel, Chefredaktion agrarticker.de

Es ist eine schwere Prüfung, bei der jüngsten Kampagne von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Fassung zu bewahren.

Was ist passiert? Das Bundesumweltministerium (BMUB) startet eine neue Kampagne mit Plakaten und der gängigen Social-Media-PR-Maschine und hat als besonderen Hingucker „neue Bauernregeln“ formuliert. Das BMUB spricht mit seiner Aktion „neue Bauernregeln“ nicht mit den Landwirten, sondern in Form von Plakaten, die in über 70 Städten hängen sollen, über sie.

Und das in aller Öffentlichkeit in Form schlicht formulierter Vorwürfe, zu denen der Berufsstand keine Stellung nehmen kann. Weiterlesen

Hendricks verkündet neue „Bauernregeln“ für eine Landwirtschaft mit Zukunft – ohne an die Bauern zu denken

Aus aktuellem Anlass: Eine kurze Zusammenstellung in Sachen Barbara Hendricks, BMUB:

Winter bloggt

Plakatmotiv Nr. 9 der Kampagne des Bundesumweltministeriums Plakatmotiv Nr. 9 der Kampagne des Bundesumweltministeriums

„Anlässlich der öffentlichen Konsultation der EU zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik startet das Bundesumweltministerium heute die Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ Im Stile alter Bauernregeln wirbt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dabei für eine naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung.“ – so verkündete diese Woche das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,  Bau und Reaktorsicherheit stolz den Start ihrer Kampagne „auf Plakaten in über 70 Städten in Deutschland, mit Ansichtskarten, über Social Media und über eine Website http://www.neue-bauernregeln.de“.

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Die unheimliche Begegnung der 4. Art

Fotos: coralimages - Fotolia, Winter

Fotos: coralimages – Fotolia, Winter

Prolog
Kinder kennen heute mehr verschiedene Aliens, statt zu wissen, welche Lebewesen auf Feld und Flur ihr Unwesen treiben. Und das hat seinen Preis. Seit Landwirte und Städter Soziale Medien nutzen, blitzt und kracht es zwischen den verschiedenen „Welten“: Wusste vor einiger Zeit die eine Gruppe nicht viel, was die andere über sie denkt, so diskutieren heute beide Gruppen online. Wer Sozialen Medien vorwirft, sie würden die Menschen in Filterblasen mit Gleichgesinnten einkesseln, übersieht, dass diese Medien auch genau das Gegenteil davon tun: Sie bringen unterschiedliche Menschen zusammen, die bisher kaum miteinander kommuniziert hatten.

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