Bio-Gesinnung ist nicht immer öko-logisch


Steilvorlage von Gunnar Sohn für die Diskussion in unserer Sendung am Mittwoch um 16:00 Uhr. Erklärt sehr schön den Unterschied zwischen Bio-Gesinnung und ökologischem Verhalten.

Ich sag mal

Ich möchte mich jetzt überhaupt nicht in die Debatten um industrielle Landwirtschaft, Bio-Landbau, vegane Ernährung und ökologisch korrektes Verhalten einmischen oder zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Allerdings stört mich an diesen Streitigkeiten häufig der Besserwisser-Modus.

Bevor man also sein besseres Bewusstsein zur Schau trägt, sollte man doch in aller Bescheidenheit das eigene Verhalten überprüfen. Es reicht halt nicht aus, das Richtige zu proklamieren, den wohlbehüteten Nachwuchs mit pestizidfreiem Karottenmus im Mehrweg-Glas zu ernähren und Toiletten mit Wasser-Spartaste zu bevorzugen. Es gibt auch Menschen, die verhalten sich unbewusst und ohne missionarischem Eifer höchst ökologisch. Wer zum Österreichurlaub mit der Bahn fährt, Pfälzer Riesling statt importierten Pinot Grigio trinkt, seine Socken stopft, im Hochhaus wohnt und mit der U-Bahn zur Arbeit fährt, verhält sich ökologischer als die übliche Schlaumeier-Klientel, die im Öko-Feinkostladen einkaufen geht, exotische Fernreiseziele mit dem Flugzeug ansteuert, fremde Kulturen und unberührte Natur genießen will (die dann nicht mehr unberührt…

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