Archiv der Kategorie: Tierwohl

Innovationen oder Auflagen – beides fördert den Strukturwandel

Neu-Kosenow, Bauern im Melkstand (1959) Quelle: Wikimedia, Bundesarchiv, Fotograf: Weiß

Von Sören Schewe

Der Fischgräten-Melkstand wurde 1908 erfunden. Allerdings dauerte es 70 Jahre bis die Mehrheit der britischen Landwirte diese „neue“ Technologie auch  nutzten. Wissenschaftler der University of Oxford haben in einem Diskussionspapier die Gründe für diese sehr verzögerte Adaption dargestellt . Diese sind aber auch für uns interessant, wenn wir über den hiesigen Strukturwandel in der Landwirtschaft diskutieren. Die Gleichung steigender Konsum = steigende Betriebsgröße (bzw. sinkender Konsum = sinkende Betriebsgröße) war schon immer etwas kurz gesprungen. Weiterlesen

Der Roboter als Tierhalter der Zukunft

Von Sören Schewe

Alles wird immer smarter – Autos werden in nicht mehr so entfernter Zukunft selbst fahren, unser Heim werden wir mit dem Smartphone steuern können, während in der Landwirtschaft schon heute Kühe ihr Kraftfutter selbstständig aus Automaten holen und Roboter das Melken übernehmen. Zudem werden die Bewegungen der Tiere ständig überwacht, um Östren oder auch Lahmheiten zu erkennen. In Geflügel- und Schweineställen werden die Fütterung und das Klima ebenfalls schon per Knopfdruck geregelt. Werden damit in Zukunft neben Autofahrern auch die Tierhalter obsolet?

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Milchkuhhaltung früher und heute

Holstein Friesian

Foto: DLG


Von Sören Schewe

Wenn man sich einen kurzfristigen Überblick über die moderne Tierhaltung verschafft, kommt man kaum um die Feststellung herum, dass heute alles irgendwie mehr wird. Betriebe allgemein werden größer und damit steigen auch die Tierzahlen ebenso wie die Schlachtgewichte und Milchleistungen. Dann ist oft von Massentierhaltung die Rede – als krasser Gegensatz zur „guten alten Zeit“, als man einen Sonntagsbraten noch zu schätzen wusste. Im Kontext der landwirtschaftlichen Geschichte ist das allerdings nicht immer ganz so einfach fest zu machen. Weiterlesen

Landwirtschaft 4.0 – Der Aufbruch ins digitale Zeitalter

Auch in der Tierhaltng werden neueste Sensor-Technologien eingesetzt. (Foto: fodjan GmbH)

Auch in der Tierhaltung werden neueste Sensor-Technologien eingesetzt. (Foto: fodjan GmbH)

Wie Hightech den Arbeitsalltag des Landwirts verändert

Ein Gastbeitrag von Carsten Gieseler, fodjan GmbH

GPS-gesteuerte Landtechnik, Hightech-Drohnen und Software als intelligentes Managementtool – in Zeiten von Big Data überlässt der moderne Landwirt nichts dem Zufall.

In nur einer Saison müssen zahlreiche Entscheidungen getroffen werden. Eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren gilt es hierbei zu berücksichtigen, um das Optimum herauszuholen. Je besser der Landwirt diese Faktoren und vor allem sein Feld und Vieh kennt, desto gezielter kann er Entscheidungen treffen. Das bedeutet: Ein höherer Erlös. Um diesen zu erreichen, gilt es eine Menge an Daten aufzuzeichnen, zu überwachen und zu analysieren. Hier kommen modernste digitale Technologien zum Einsatz. Weiterlesen

Gast-Kommentar zum Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“

Thomas Wengenroth, stallbesuch.de

Thomas Wengenroth, stallbesuch.de

Am 25. März 2015 legte der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik ein Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, vor.

Seitdem erhitzt das in drei Varianten (Kurz-, Zusammen- und Langfassung) vorliegende Dokument die Gemüter.

Thomas Wengenroth (Gründer und Betreiber von stallbesuch.de) hat das rund 400 Seiten lange Gutachten komplett gelesen und zieht sein Fazit – hier die Kurzfassung: Weiterlesen