Archiv der Kategorie: Agrarpolitik

Superkuh-Betrieb Nr. 2: Bauernhof Höck aus Lohmar

Foto: Höck

Der Bauernhof Höck in Lohmar bietet seit 2017 frische Weidemilch zum Selberzapfen an. (Foto: Höck)

Und weiter geht es mit der Vorstellung der Teilnehmer am Projekt Superkühe des WDR.

Auf dem Bauerhof Höck stehen 120 Kühe im Stall und auf der Weide und nochmals soviele Kälber und Färsen. Die eigene Homepage www.bauernhofhoeck.de und eine Facebook-Seite unterstützen nicht nur die Vermarktung der Milch über eine Milchtankstelle, sondern dort erzählen Bilder von der Arbeit Geschichten vom Betrieb. Wir stellten wieder unsere drei Fragen, Chefin Marlis Höck hat geantwortet: Weiterlesen

Landwirtschaft „aus dem Bauch“ heraus erleben: Die Superkühe kommen

Am 4. September startet http://superkuehe.wdr.de

Dokus über die Landwirtschaft und die Situation auf den Höfen gibt es im Fernsehen satt. Der WDR startet am 4. September ein neues journalistisches Format –  „Sensorjournalismus“ – um die Milcherzeugung aus einer völlig anderen Perspektive zu beleuchten. Aus dem Bauch von drei Kühen heraus werden drei Höfe dreißig Tage lang die Zuschauer online über ihren Zustand „berichten“, – und nebenbei Thema in vielen anderen WDR-Sendungen sein.

Die Superkühe haben eine Sonde, einen sogenannten „Bolus“ der Firma SmaxTec geschluckt, der vom Pansen aus Daten sammelt und diese an ein computergesteuertes Monitoringsystem funkt. Aus diesen Daten will Wissenschaftsjournalist Dr. Jakob Vicari Textbausteine formulieren, und die Kuh über einen Chatbot zu Wort kommen lassen. Mit Technik aus dem Internet-of-Things kann eine Kuh dann Textbotschaften über ihren physischen Zustand senden. Weiterlesen

Die Riesendummheit

Riesen-Spielzeug

Riesen-Spielzeug (Adelbert von Chamisso’s Buch Sämtliche Werke), Quelle: Wikimedia Commons

Kommentar von Mechthilde Becker-Weigel, Chefredaktion agrarticker.de

Es ist eine schwere Prüfung, bei der jüngsten Kampagne von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Fassung zu bewahren.

Was ist passiert? Das Bundesumweltministerium (BMUB) startet eine neue Kampagne mit Plakaten und der gängigen Social-Media-PR-Maschine und hat als besonderen Hingucker „neue Bauernregeln“ formuliert. Das BMUB spricht mit seiner Aktion „neue Bauernregeln“ nicht mit den Landwirten, sondern in Form von Plakaten, die in über 70 Städten hängen sollen, über sie.

Und das in aller Öffentlichkeit in Form schlicht formulierter Vorwürfe, zu denen der Berufsstand keine Stellung nehmen kann. Weiterlesen

Jahresgedanken

Amos Venema

Amos Venema, Milcherzeuger aus Jemgum

von Amos Venema

Liebe Verbraucher, Politiker, Freunde und Familie, wir alle sehnen uns nach der ruhigen und beschaulichen Weihnachtszeit, wie wir sie aus unseren Kindheitserinnerungen kennen.
Trotzdem möchte ich die Zeit nutzen und mit Euch ein paar Gedanken teilen, die immer wieder zur Sprache kommen. Weiterlesen

Was heißt „Nachhaltige Landwirtschaft“?

Was bedeutet „Nachhaltige Landwirtschaft“, insbesondere in Deutschland? Vor über 200 Agrarjournalisten aus 36 Ländern zeigte eine Podiumsdiskussion im Rahmen des IFAJ-Kongresses Mitte Juli 2016, dass das Thema Nachhaltigkeit viele Facetten hat, darin waren sich die Podiumsteilnehmer einig.

Über die inhaltliche Ausgestaltung und praktische Umsetzung bleibt wegen fehlender gemeinsamer Zieldefinitionen und einer sehr kontroversen Beschreibung des Ist-Zustandes aber noch erheblicher Diskussionsbedarf, siehe folgendes Video.

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„Im persönlichen Gespräch haben Sie mehr Respekt voreinander“

Jan Grossarth, Wirtschaftsredakteur der Franfurter Allgemeinen Zeitung, Foto: Frank Röth

Jan Grossarth, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Foto: Frank Röth

Immer mehr Landwirte und Landwirtinnen vernetzen sich im Internet mit Gleichgesinnten, z.B. auf Facebook oder Twitter untereinander, kommunizieren mit Verbrauchern auf ihren Facebook-Seiten und wollen so eine Diskussion mit der Gesellschaft führen. Wir sprachen mit Jan Grossarth, Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über die Risiken und Nebenwirkungen von Online-Diskussionen auf den kommunikativen Umgang miteinander.

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Was bringt eine nationale Nutztierstrategie?

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer (Foto: DLG)

Von Sören Schewe

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer vom Thünen-Institut in Braunschweig hat sich einige Gedanken zur Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Weltmarkt und kritischer Bevölkerung gemacht und plädiert dabei auf Basis seiner Erkenntnisse für eine nationale Nutztierstrategie.

Schauen wir uns mal an, was das ist und was davon zu halten ist.

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Wunschküken

© Anatolii - Fotolia.com

© Anatolii – Fotolia.com

Von Dietrich Holler

Kleine tapsige Kinder und große, schon etwas flinkere, sind mit Körbchen unterwegs. Und natürlich macht es vielen Erwachsen ebenfalls Freude: Ostereier suchen. War der Brauch ehedem an Unschuld kaum zu überbieten, so liegt auf dem Spaß längst eine vielfältige Gewissenslast.
Zuviel Ei ist nicht gesund und Süßigkeiten sind ohnehin nur sehr restriktiv zu konsumieren, warnen strenge Ernährungsberaterinnen mit langen Doppelnamen und kurzem Haar. Falls sie Kinder haben sollten, macht es ihren Kleinen bestimmt große Freude, wenn sie das vegane Osterhäschen im Nest aus Dinkelspelzen entdecken. Weiterlesen

David, Goliath und die Bilder

© BillionPhotos.com - Fotolia

© BillionPhotos.com – Fotolia

Ob Glyphosat oder Tierhaltung: Die Landwirtschaft ist ein gefundenes Fressen für Kritik-Kampagnen, denn es lassen sich emotional wirkende Bilder zeigen. Können Landwirte überhaupt etwas dagegen tun? Ja, sagen Sönke Hauschild und Dietrich Holler. Weiterlesen