Superkuh-Betrieb Nr. 2: Bauernhof Höck aus Lohmar


Foto: Höck

Der Bauernhof Höck in Lohmar bietet seit 2017 frische Weidemilch zum Selberzapfen an. (Foto: Höck)

Und weiter geht es mit der Vorstellung der Teilnehmer am Projekt Superkühe des WDR.

Auf dem Bauerhof Höck stehen 120 Kühe im Stall und auf der Weide und nochmals soviele Kälber und Färsen. Die eigene Homepage www.bauernhofhoeck.de und eine Facebook-Seite unterstützen nicht nur die Vermarktung der Milch über eine Milchtankstelle, sondern dort erzählen Bilder von der Arbeit Geschichten vom Betrieb. Wir stellten wieder unsere drei Fragen, Chefin Marlis Höck hat geantwortet:

1. Warum nehmen Sie an diesem Projekt teil?

Marlis Höck: Seit dem 7. Januar 2017 betreiben wir eine Milchtankstelle auf unserem Bauernhof in Lohmar/Scheiderhöhe, auf den ersten Anhöhen des Bergischen Landes. Gerne unterhalten wir uns mit den Kunden, die wir dort antreffen. Bei diesen Gesprächen fällt uns auf, dass nur ganz wenige Bescheid wissen über „die Kuh“ und das gesunde und wertvolle Nahrungsmittel Milch. Wer weiß schon, dass eine Kuh gekalbt haben muss, um Milch produzieren zu können. Das Alter einer Kuh, wie lange eine Kuh „schwanger“ ist*, was sie frisst, ob sie auf die Weide geht, etc. Frage an Frage wird dort an uns gestellt.

Das Projekt „Superkühe“ bietet die einmalige Chance, vielen Interessierten diese Fragen zu beantworten – auch wenn sie nicht zu unserer Milchtankstelle kommen 😉

Natürlich haben wir Respekt vor so viel Technik und Überwachung im Kuhstall, ein wenig auch Bauchgrummeln, weil wir nicht alles verstehen, aber die Chance der Information mit Hilfe dieser „irren“ Sensorstudie macht uns so neugierig – diese Chance dürfen wir nicht verpassen.

2. Welche Chancen und Risiken könnte die Aufmerksamkeit der Medien für Ihren Betrieb haben?

Marlis Höck: Wir betreiben seit einem halben Jahr eine Milchtankstelle auf unserem Hof. Außerdem verkaufen wir unseren eigenen Rohmilchkäse. Vielleicht erfährt der Eine oder die Andere mehr von unseren Angeboten und wir können unseren Kundenstamm erweitern.

Der “ Bolus“, der im Pansen der Kuh liegt, informiert uns über den Gesundheitszustand der Kuh. Wir erkennen sofort, ob unser Futter der Kuh bekommt oder nicht und haben auf diese Weise die Möglichkeit, Fütterungsvarianten zu finden, die für unsere Kühe am gesündesten sind.

Natürlich sind wir aufgeregt bei so vielen Kameras im Stall, die uns einen Monat lang auf Schritt und Tritt aufnehmen im Umgang mit unseren Kühen. Aber wir sind und waren schon immer offen für Interessierte und unsere Kühe fühlen sich wohl, sonst würden sie nicht so viel Milch geben. Auf unserem Hof, der seit beinahe 100 Jahren im Familienbesitz ist, wurde und wird stets auf das Tierwohl geachtet.

3. Noch nie waren Journalisten so lange auf einem landwirtschaftlichen Betrieb dabei und konnten den Alltag erleben. Dürfen die auch mal richtig mit anpacken?

Marlis Höck: Da kommt Freude auf. Wir haben unsere Journalistin Anne bereits kennengelernt und freuen uns darauf, mit ihr vier Wochen zusammen zu arbeiten. Es ist wichtig, dass sie auch den Alltag eines Landwirtes live miterlebt, mit anpackt und sich eine eigene Meinung bilden kann über die Milcherzeugung. Sie wird am Ende der vier Wochen wissen, wie wertvoll und gehaltvoll unsere Milch ist.

* Anm. d. Red.: Die korrekte Bezeichnung bei Tieren ist übrigens „trächtig“.

 

Weiterführende Links:

  1. www.bauernhofhoeck.de
  2. http://superkuehe.wdr.de

3 Gedanken zu „Superkuh-Betrieb Nr. 2: Bauernhof Höck aus Lohmar

  1. Pingback: [Agrar-Blogger] Superkuh-Betrieb Nr. 2: Bauernhof Höck aus Lohmar

  2. Pingback: Landwirtschaft „aus dem Bauch“ heraus erleben: Die Superkühe kommen | Die Agrar-Blogger

  3. Pingback: Superkuh-Betrieb 3: Oyvernest Milch in Kleve | Die Agrar-Blogger

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