Moderner Milchviehstall

Gülle-Storm auf Facebook – Quarks und Co. eine unwissenschaftliche „Satire“?


Es braute sich ein „Gülle“-Storm auf der Facebookseite der WDR-Sendung  Quarks & Co. zusammen. Empörte Landwirte beziehen Stellung zu einer Sendung, in welcher ein Spiel mit dem Namen „Wirtschafts-Simulator Das Rind“ dargestellt wird. Die sarkastische Spielanleitung vermittelt den Eindruck einer profitgierigen und das Tierwohl verachtenden Landwirtschaft. Das Unwort “Massentierhaltung” im Text unter dem drei Minuten-Spot auf der Webseite zeigt die Zielrichtung und Gesinnung der Macher.

Gleich zu Beginn erhält der Zuschauer die Information:

„Sie wollen Geld mit Rindern verdienen? Haben Sie einen Bauernhof geerbt? Trainieren sie spielerisch mit unserem Wirtschaftssimulator Das Rind!“

Als wenn es so einfach wäre, heute einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen. Ein moderner Landwirt muss zu seinen handwerklichen Fähigkeiten mittlerweile sehr viel weiteres Wissen mitbringen. Egal ob das die Biologie seiner Tiere oder die Steuerung seiner Melkroboter mit Computertechnologie ist. Eine Ausbildung zum Landwirt ist in unserer Zeit nichts für ungebildete Menschen. Dumme Arbeiten werden längst von Maschinen auf den modernen Höfen erledigt. Wie sonst könnte ein einziger Landwirt heute mehr als 130 Menschen ernähren.

Im Video geht es weiter:

„Wer jetzt zuschlägt bekommt ein Bolzenschussgerät gratis dazu!“

In Schlachthöfen werden diese Bolzenschussgeräte zur Betäubung von Tieren vor der Schlachtung eingesetzt. Der Zusammenhang mit einem Milchviehbetrieb soll wohl den Eindruck erwecken, das Landwirte die Tiere auch töten.

In der Pseudospiel-Werbung heißt es weiter:

„Die perfekte Übung für den Alltag. Denn wir haben den Simulator mit Zahlen aus der realen Welt gespeist. Wählen Sie zunächst Ihren Standort, am Besten Deutschland. Wir sind in Europa der größte Milch Exporteur und auch die Chinesen freuen sich über unsere wachsenden Rindfleisch-Lieferungen.“

Deutschland exportiert Milch und Milchprodukte. Das liegt an den guten klimatischen Bedingungen, die eine Milchproduktion ermöglichen. Im Gegenzug importiert Deutschland mehr Lebensmittel als es exportiert. Die Verbraucher wollen schließlich auch Bananen und argentinisches Rindfleisch das ganze Jahr über essen. Auch nach China werden Milcherzeugnisse aus Deutschland exportiert, genau wie Autos und Maschinen. Die Chinesen lieben die Qualität deutscher Lebensmittel. Unsere öffentlich-rechtlichen Sender anscheinend nicht.

Die nächste Aussage im Film:

„Schon heute besitzen zwei Drittel der Betriebe mehr als 100 Tiere“

stimmt nicht. Ein Drittel der Betriebe wäre richtig gewesen.  Der Trend geht klar zum großen Betrieb. Denn als kleiner Milchviehhalter kann man keine Familie ernähren und ein Melkroboter lohnt sich auch erst ab 50 bis 70 Kühen. Der Einzelhandel und die Verbraucher wollen gute und günstige Milch und die Landwirte stehen wie andere Unternehmer im Wettbewerb.  Durchschnittlich werden 48,4 Tiere pro Betrieb gehalten (Stand 2011). (Agrarpolitischer Bericht der Bundesregierung 2011).

In der Regel werden durch eine Bestandsvergrößerung verbesserte Haltungsbedingungen für die Kühe geschaffen. Allein schon auf Grund der gesetzlichen Auflagen für neue Stallungen.

Anbindehaltung und moderne Milchwirtschaft schließen sich gegenseitig aus. Der im folgenden Film vorgestellte moderne Stall mit 200 Kühen zeigt wie es wirklich auf den sogenannten „Massentierhaltungsbetrieben“ aussieht. Kühe sind Herdentiere und fühlen sich besonders wohl wenn sie mit sehr vielen ihrer Artgenossen zusammen sind, genau wie die Menschen.

In der nächsten Sequenz wird behauptet:

„Achtung eine falsche Entscheidung und ihr Kontostand sinkt rapide. Weidehaltung sieht zwar auf der Milchtüte gut aus ist aber aufwendig. Mehr als die Hälfte der deutschen Rinder bleibt immer im Stall Tendenz steigend deshalb unser Tipp: Anbindehaltung etwa jedes fünfte Rind in Deutschland lebt so. Vorteil, keine Bewegungsfreiheit das bedeutet kein Ausbrechen keine Randale. Gut für Ihren Kontostand.“

Die im Bild gezeigten verschiedenen Haltungsvarianten sind mit Goldmünzen versehen. Von einer für ökologische bis fünf für Anbindehaltung.

Die Wirklichkeit sieht anders aus, wie ein Zitat aus dem Agrarpolitischen Bericht der Bundesregierung 2011 auf Seite 43 zeigt: „Im Durchschnitt der Jahre 2005/06 bis 2009/10 haben die ausgewerteten ökologisch wirtschaftenden Haupterwerbsbetriebe mit 50.649 Euro um 27 Prozent höhere Gewinne je Unternehmen als die konventionellen Haupterwerbsbetriebe mit 39.741 Euro.“

Genau wie der Mensch nicht mehr unter freiem Himmel und im Wald lebt, sind auch die seit Jahrtausenden domestizierten Rinder keine Steppenbewohner. Bewegung und Auslauf sind aber in großen modernen Ställen eher möglich als in alten Ställen in Ortslagen. Landwirte können dort ihre Tiere wegen des hohen Verkehrsaufkommen nicht mehr auf die Weide treiben.

Richtig ist, noch leben 27% der Milchkühe in Anbindehaltung. Das wird sich aber bald ändern, da ein Anbindestall nicht mehr wirtschaftlich ist und dies in Neubauten sogar verboten. Die Frist für alte Ställe ist 2013 ausgelaufen und nur noch mit besonderer Genehmigung können Kühe in Anbindeställen gehalten werden. Damit ist Anbindehaltung ein Auslaufmodell. Interessanterweise sind es gerade viele kleine Biobetriebe die noch Anbindehaltung betreiben. Beispiele sind Betriebe mit Almhaltung im Sommer. Dort stehen die Kühe im Winter angebunden im Stall und im Sommer auf der Alm. Das Anbindeverbot trifft somit vor allem kleine und Biobetriebe.

Interessant ist auch die Differenzierung zwischen Rinderzüchter und Fachagrarwirt. Glauben die „Experten“ der Quarks & Co. Sendung, das man heute ohne Fachwissen Rinder erfolgreich züchten oder halten kann?

Weiter geht es im Film:

„Hüten sie sich vor den natürlichen Bedürfnissen des Rindes. Zehn Stunden gemütliches Fressen auf der Weide das ist doch Zeitverschwendung. Geben sie ihren Stallrindern Kraftfutter. Das geht schneller. Weiterer Vorteil mit Kraftfutter geben Milchkühe mehr Milch und Mastrinder wachsen schneller.“

Ob die Kuh nun im Stall oder auf der Weide steht, hält sie nicht davon ab gemütlich zu fressen. Dem Wiederkäuer ist es egal, ob er auf der Weide sein Futter aufbereitet oder in einem offenen Laufstall. Kühe sind seit Jahrtausenden domestizierte Tiere, genau wie Hunde und Katzen. Auch Haustiere leben genau wie Menschen nicht in ihrer ursprünglichen Umgebung.

Kraftfutter allein ist nicht gut für Kühe, wie in dem Filmchen suggeriert wird. Jede Kuh braucht Strukturfutter. Eine reine Fütterung mit Kraftfutter ist nicht möglich, da das Verdauungssystem der Kuh darauf nicht ausgelegt ist. Im Gegenteil, die Kühe würden krank werden und sterben, wenn sie nur mit Kraftfutter gehalten würden. Wer schon mal auf einem modernen Milchviehbetrieb war, kann das sehen, wenn der Futtermischwagen befüllt wird.

Richtig ist, dass in Kraftfutter viel Energie steckt. Die Kuh braucht eine passende Mischung aus Gras, Maissilage, Ausgleichsfutter Heu und Stroh um sich mit Energie zu versorgen und eine hohe Milchmenge zu erzeugen.

Im Bild oben sehen Sie die Zusammenstellung im Futtermischwagen eines modernen Milchviehbetriebes. Univit Balans ist ein Soja Raps, ein Eiweiß Futter oder auch Ausgleichs-Futter genannt. Ausgleich deshalb, weil die Bakterien im Pansen (Kuhmagen) Eiweiß und Stärke (Energie) in passenden Mengen brauchen, damit der PH-Wert im Kuhmagen ausgeglichen bleibt. Unimix PKRbRS me ist eine Mehlmischung. Das ist ein reines Energie- oder Kraft-Futter. Bei den Gewichten muss man berücksichtigen, dass Heu und Stroh als Strukturfutter sehr viel Raum einnimmt im Vergleich zum Gewicht. Gewichtsmäßig den größten Anteil beim Futtermix der Kühe machen Mais- und Grassilage aus. Was die „Agrarexperten“ der Sendung mit Schokolade und Rohkost meinen ist uns völlig unverständlich.

Der Sprecher fährt fort mit:

„Die entscheidende Spielphase: Milchproduktion. Kaufen sie die Rasse Holstein-Friesian der Ferrari unter den Milchkühen bringt 8000 Liter jährlich Spitzentiere sogar 15.000. Nachteil, hochgezüchtete Turbokühe werden nicht alt und öfter krank. Reagieren sie clever, sobald die Milchleistung nachlässt ab zum Schlachter.“

Auch Kühe mit hoher Milchleistung werden alt und das bei guter Gesundheit. Sie vorzeitig zu töten wäre wirtschaftlicher Unsinn. Sicher wird die Kosten / Nutzen Relation bei einem kranken Tier abgewägt. Die Natur ist da aber mindestens genauso unerbittlich und sortiert kranke und schwache Tiere gnadenlos aus.

Die aktuellen Zuchtziele der Zuchtverbände befassen sich alle mit der Erhöhung der Nutzungsdauer und Verbesserung der Gesundheit und Fitness. Natürlich ist das wichtigste Kriterium die Milchleistung. Warum sollte man sich für die Milchproduktion eine Rasse mit schlechter Milchleistung in den Stall stellen.

Weiter geht es im Filmchen mit:

„Aufgepasst, besorgen sie sich doppelstöckige Transporter die sind in Deutschland üblich. Stopfen so viele Tiere wie möglich rein. So stürzen die Tiere nicht falls Sie scharf bremsen müssen.“

Die erforderliche Mindestfläche und maximale Gruppengröße bei Rindertransporten ist durch die Tierschutztransportverordnung geregelt. Auch Menschen werden in zweistöckigen Bussen transportiert. Wenn die Tiere zu viel Platz hätten würden sie beim Transport leichter verletzt. Oder warum müssen sich Menschen in Autos in eng geformte Sitze pressen und zwangsweise mit Gurt fest schnallen. Wer schon mal Pferde im Anhänger transportiert hat weiß, das es besser ist nicht zu viel Platz zu lassen. Bei dem heutigen Verkehrsaufkommen verbietet es sich, Rinderherden über öffentliche Strassen zu treiben.

Der Sprecher fährt fort:

„Wichtig für ihren Kontostand sagen sie nicht alles der Presse. Zum Beispiel das ungefähr jedes vierzehnte Rind bei vollem Bewusstsein stirbt, weil der Bolzenschuss nicht trifft.

Viele moderne Landwirte haben erkannt, dass sie der Bevölkerung Einblicke in ihre Betriebe geben müssen und sind auch bereit dazu. Leider nutzen Teile der Presse dieses Angebot nicht. Allzu oft bedient sich die Presse aus anderen Quellen, die nicht aus erster Hand stammen.

Wer Fleisch essen will muss den Tod der Tiere in Kauf nehmen, die dafür ihren Körper hergeben müssen. Leider ist in unserer verstädterten Gesellschaft der Tod ein Tabu-Thema. Egal ob es um aktive Sterbehilfe oder die Schlachtung / den Tod von Nutztieren geht. Zum Sterben werden die Menschen in Altenheime und die Tiere in Schlachthöfe abgeschoben. Einige dieser vom Tod so geschockten Menschen werden zu Veganern, weil sie es nicht ertragen können, das der Tod an der Herstellung ihres Essen beteiligt ist. Sie belassen es aber nicht mit der Umstellung ihrer eigenen Ernährung, sondern stehen oft als belehrende Gutmenschen mit erhobenen Zeigefinger da. Das kann dann schon mal missionarische Züge annehmen. Eine Diskutantin hat auf Facebook unter dem Beitrag von Quarks & Co. sogar mit einer Ökodiktatur gedroht.

Es stellt sich die Frage ob nicht auch die Verantwortliche für den Quarks & Co. Beitrag Veganerin ist. Das würde einiges erklären. Denn so einseitig wie die Darstellung in dem Beitrag ist, liegt dieser Verdacht auf der Hand.

Fazit:

Mit dem dreiminütigen Beitrag „Wirtschaftssimulator – Das Rind“ hat sich die „Wissenschaftssendung“ Quarks & Co. nicht gerade wissenschaftlich mit Ruhm bekleckert.

Der Sendung schließt mit dem Satz:

„Wir versichern, weniger Gewissen bringt mehr Umsatz. Unser Simulator ist der perfekte Trainer denn alle Zahlen sind echt. Das garantiert ihnen Erfolg, auch im wahren Leben. „

Das ist aus Sicht eines hart arbeitenden Landwirts purer Zynismus.

Aus Sicht der Landwirte trägt dieser Clip eine eindeutige Färbung in Richtung Öko und Vegan. Es wird sich zeigen, ob die komplette Sendung diese Richtung nehmen wird. Die bisherigen, zu sehenden Teile auf der Internetseite des WDR lassen es befürchten. Wenn dem so ist, hat sich aus unserer Sicht die Redaktion und auch der Moderator Ranga Yogeshwar vor den Karren der Öko-Veganen Ideologie spannen lassen. Das wird sich massiv auf die Glaubwürdigkeit des bisher ausgewogenen Sendeformats auswirken. Solche Sendungen sind wir sonst eher aus den privaten Sendeanstalten gewohnt.  Von einer zur Ausgewogenheit verpflichteten Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalt erwarten wir für unsere zwangsweise erhobenen GEZ-Gebühren eine bessere Recherche.

Moderner Milchviehstall

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47 Gedanken zu „Gülle-Storm auf Facebook – Quarks und Co. eine unwissenschaftliche „Satire“?

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  2. Andreas

    Hallo,

    ich habe dieses Video gesehen und finde es eine bodenlose Frechheit vom.WDR. Gerade solch ein Sender sollte doch so etwas nicht an die Öffentlichkeit bringen.

    Der WDR sollte dafür Strafe zahlen, lügen an die Öffentlichkeit verbreiten können die ja anscheinend sehr gut.
    Die sollten mal vor ihrer eigegen Haustüre kehren und aufpassen das von denen mal nichts veröffentlicht wird was nicht stimmt denn Behauptungen kann jeder aufstellen.

    WDR ist ein Sender unterm Niveau.

    Antwort
    1. Hannes Schleeh Autor

      Das an die Öffentlichkeit bringen ist ja nicht schlimm, aber die falschen Fakten und die sehr einseitige Berichterstattung lassen doch an der nötigen Sorgfalt zweifeln.

      Antwort
  3. Anne Patzer

    Meiner Meinung nach ist Ihree Sichtweise ebenso einseitig. Sie verurteilen den Veganer auf eine äußerst unverschämte Weise und scheinen sich mit diesem Thema nicht näher beschäftigt zu haben bzw Ihren Vorurteilen Platz geschaffen zu haben. Wenn Sie das nächste mal einen Artikel veröffentlichen würde ich Ihnen raten sich genauer über beide Seiten zu informieren.
    LG eine Veganerin

    Antwort
  4. Hannes Schleeh Autor

    Sehr geehrte Anne Patzer, wo werden in meinem Artikel die Veganer auf unverschämte Weise verurteilt. Woher wollen Sie wissen, das ich mich nicht mit dem Thema auseinander gesetzt habe? Nur weil ich kein Loblied auf die vegane Lebensweise singe? Sie sollten sich den Artikel noch einmal genau durchlesen.

    Viel Spass dabei.

    PS: Wir müssen nicht einer Meinung sein, was den Verzehr von Tieren anbelangt. Ich respektiere Ihre Lebensweise und verlange genau das Gleiche von Ihnen!

    Antwort
    1. Julian Pee

      Sehr interessanter Artikel, Dankeschön. Aber beim letzten Absatz muss ich Frau Patzer zustimmen. Bis dato war es fast wissenschaftlich, nur das Fazit zur Tötung verfehlt meines Erachtens nach. Ökolandbau hat nichts mit Tötungsproblemen zu tun, Tierhaltung ist ein elementarer Bestandteil der Systems und die Tötung Teil davon. Und negative pauschalisierungen zur veganen Lebensweise sind unnötig und haben mit dem Thema ansich nichts zu tun. Sie schreiben in Ihrer Antwort, dass Sie Respekt für Ihre Lebensweise wollen und andere ebenfalls respektieren wollen. Ich, zwar nicht veganer, respektiere Sie für den gelungenen Artikel, aber Ihr Fazit ist mir zu emotional und respektlos😉

      Antwort
      1. Hannes Schleeh Autor

        Danke für das Lob mit Einschränkung Julian,

        aber jeder darf seine Meinung haben, auch ich. Ob das respektlos ist, ist Ansichtssache. Ich finde es jedenfalls nicht respektlos. Es ist eher eine These, die ich hier aufgestellt habe. Das sollte man eventuell einmal wissenschaftlich überprüfen. Ich lasse mich auch sehr gerne vom Gegenteil überzeugen. Aber meine Meinung zu Veganern hat sich in den letzten Tagen sicher nicht zum Positiven entwickelt. Ohne alle über einen Kamm scheren zu wollen, sind doch sehr viele „extreme“ und schwierige Menschen mit sehr viel Zeit in dieser Gruppe zu finden.😉

        Gruß Hannes

        Antwort
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  9. Sebastian

    Hallo,
    ich konnte bei dem Video herzlichst lachen. Ich finde satire darf man sich nie zu sehr zu Herzen nehmen. Zu den falschen Zahlen also ich traue nur der Statistik die ich selbst gefälscht habe oder geschönt also bitte nicht zu sehr auf den Zahlen rum reiten. Mir tun die Landwirte leid deren harte arbeit hier durch den dreck gezogen wird aber jeder hat die freie entscheidung mit seinem Grund das zu tun was er möchte und wie er möchte, für einen um- oder austieg ist es nie zu spät. Der Film mit dem modernen Stall sehr schön aber wieviele gibt es davon in Deutschland ? Und in wievielen sieht es wirklich so aus und wurde nicht für die Kammera geschönt ? Ausserdem vor was müssen rechtschaffene Landwirte angsthaben wenn das Filmchen nicht die Wahrheit wieder spiegelt ? Ihr beitrag über das Sterben der Tiere ist auch ziemlich kurz und sehr allgemein gehalten. Wenn wir uns als Menschen damit auseinander setzten würden was wir Essen würden wir nicht das Essen was wir Essen.
    Gruß Sebastian

    Antwort
  10. Hannes Schleeh Autor

    Sorry Sebastian,
    wie man über diesen Clip lachen kann, geht mir überhaupt nicht in den Kopf. Kann es sein, dass Du zur großen Masse der Verbraucher gehörst, die gutes und günstiges Essen haben wollen, denen es aber relativ egal ist wo es herkommt? Oder Du bist ein Vertreter der Ökofraktion und findest es lustig, weil die Landwirte aus Deiner Sicht zu Recht eine Packung bekommen haben. Irgendwie macht Dein Kommentar für mich wenig Sinn. Wenn die Zahlen und die Fakten dann auch noch egal sind, außer du hast sie selbst gefälscht nach was soll man sich dann richten? Was bitte soll in dem Stall geschönt sein? Sicher gibt es andere Ställe, die sind meist älter, hässlicher, kleiner und weniger gut für die Tiere. Aber dann ist es ja auch keine Massentierhaltung, sondern Bio?
    Also Sebastian wie sollen wir Deinen Kommentar jetzt Werten?

    Antwort
  11. Gerald

    “Wir versichern, weniger Gewissen bringt mehr Umsatz. Unser Simulator ist der perfekte Trainer denn alle Zahlen sind echt. Das garantiert ihnen Erfolg, auch im wahren Leben. “

    Bei dieser Geschichte kann man geteilter Meinung sein – ganz ok finde ich das nicht, auch wenn es Satire ist – aber was könnte man daraus lernen? Dieser (Schluss-)Satz zeigt das Hauptproblem auf: Die (falschen bzw. fehlenden) politischen Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass die Zustände in der Landwirtschaft wie auch in der Wirtschaft so sind wie sie sind (und dass sie sich vermutlich noch verschlechtern). Die Frage nach den Schuldigen ist nicht einfach zu beantworten. Der Konsument wird von vielen Seiten – vor allem von den Medien – extrem beeinflusst. Aber nur er bzw. der Bürger kann hier etwas ändern, da ja sonst kaum jemand ein Interesse daran hat. Da er alleine keine Chance hat, muss er sich mit anderen zusammenschließen. Um den notwendigen Bewusstseinswandel zu erreichen muss zudem über die Fehlentwicklungen (und Lösungsansätze) diskutiert werden. Dazu wiederum könnte dieser Film beitragen; wobei ich glaube, dass es da bessere Beispiele gibt😉

    Antwort
    1. Hannes Schleeh Autor

      Hallo Gerald,

      da bin deiner Meinung. Das Problem ist aus meiner Sicht, das dem Verbraucher von der Lebensmittel Industrie und auch von den Verbänden der Landwirtschaft über Jahre hinweg ein falsches Bild der modernen Landwirtschaft vor gegaukelt wurde. Schweine auf Stroh und Kühe auf der Blumenwiese.
      Das kann und will heute niemand mehr bezahlen.
      Der Beitrag hat sicher auch etwas angestoßen.

      Antwort
      1. René

        Schweine auf Stroh und Kühe auf der Wiese kann niemand mehr bezahlen?

        Um 1900 haben die Menschen noch 57% ihrer Ausgaben für Lebensmittel getätigt, heute sind das nur noch 15%: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/75719/umfrage/ausgaben-fuer-nahrungsmittel-in-deutschland-seit-1900/

        Natürlich kann man das bezahlen. Es ist eine Frage der Prioritäten und eine Frage der Wertschätzung. Faire Preise für Lebensmittel, daran führt kein Weg vorbei.
        Die Billigproduktion von Nahrung wird uns als Gesellschaft teuer zu stehen kommen über die Umweltfolgen. Drei von acht Planetarischen Grenzen sind bereits jetzt überschritten – und überall ist die industrielle Landwirtschaft mit schuldig: http://de.wikipedia.org/wiki/Planetary_Boundaries

        Biodiversität schwindet durch Habitatverlust, Pestizide und Überdüngung. Der Stickstoffkreislauf wird durch Mineraldünger aus dem Gleichgewicht gebracht und an den menschlichen THG-Emissionen hat die Landwirtschaft – vor allem durch Methan und Lachgas – einen erheblichen Anteil.

        Billigfleisch und konventionelle Produkte kann ich mir nicht leisten. Zumindest dann nicht, wenn ich die externen Kosten berücksichtige.

        Antwort
        1. Hannes Schleeh Autor

          Hallo René,

          also zurück in die gute alte Zeit! Raus mit den Menschen auf das Feld und hinter den Pflug. Glaubst Du wirklich daran, das das die Mehrheit der Menschen mit macht? Wer soll dann die Bevölkerung ernähren. Sicher müssen wir mehr haushalten und besser mit der Umwelt umgehen. Da sind wir trotz „industrieller“ Landwirtschaft in Deutschland auf einem guten Weg. Erzähl das mal den Chinesen und Indern oder anderen Ländern in der dritten Welt. Das ist doch reines Wunschdenken!

          Antwort
          1. Alex

            Wie sollen die Chinesen und Inder denn auch irgendwelche Umweltschutzvorhaben oder verbesserte Arbeitsbedingungen durchsetzten wenn wir unseren Dreck da die ganze Zeit für Spottpreise produzieren lassen? Klar haben wir HIER dann gute bedingungen, wenn wir den Dreck dort machen lassen😉

            Menschen wie du werden der Untergang unserer Zivilisation sein. Ihr müsst einfach mal einsehen dass wir uns heute schon viel zu viel rausnehmen, und das wird immer schlimmer. Jetzt ist die Zeit zum Umdenken und Alternativen suchen. Man müsste die Subventionen für Massentierhaltung streichen und stattdessen verschiedene Fleischalternativen subventionieren, da gibs inzwischen echt gute Nachmachen…. wäre interessant zu sehen wieviele Menschen auf dieses „Kunstfleisch“ umsteigen würden, wenn es auf einmal billiger wäre.

      2. René

        Dein Beitrag ist eine falsche Dichotomie. Es gibt nicht nur die beiden Alternativen „Landwirtschaft wie kurz nach der neolithischen Revolution“ und „industrielle Landwirtschaft“. Eine moderne Landwirtschaft mit statt gegen die Natur ist durchaus möglich. Die biologische Landwirtschaft ist beispielsweise in einigen Bereich schon ganz gut.
        Beispiel Biodiversität: Die Artenvielfalt und Abundanz ist auf biologisch wirtschaftenden Betrieben deutlich höher: http://www.soilassociation.org/whatisorganic/organicfarming/biodiversity
        Im Durchschnitt 25% mehr Vogel-, 75% mehr Blühpflanzen- und 50% mehr blütenbesuchende Tierarten. Die Biodiversität ist der größte Schatz dieser Erde, die zu bewahren unsere oberste Pflicht – auch aus eigenem Interesse.
        Moderne Agroforstwirtschaft wäre ein anderes Beispiel für eine naturfreundlichere Landwirtschaft.

        Oh und was soll ich „den Chinesen und Indern oder anderen Ländern in der dritten Welt“ erzählen? Diesen Satz verstehe ich überhaupt nicht.

        „Wer soll dann die Bevölkerung ernähren.“

        Hunger ist kein Produktions-, sondern ein Verteilungsproblem. Es ist auch ein Problem unseres Fleischkonsums. Während Soja für den Export zu uns auf riesigen Flächen angebaut wird, hungert direkt daneben die Bevölkerung. 80% aller hungernden Menschen sind Kleinbauern und Kleinbäuerinnen.
        Die industrielle Landwirtschaft bekämpft keinen Hunger in Entwicklungs- und Schwellenländern, sondern reproduziert ihn. Selbstversorgung und Unabhängigkeit bekämpft Hunger. Auch die FAO sag, dass die biologische Landwirtschaft eine der wenigen Möglichkeiten darstellt, die wachsende Weltbevölkerung auf Dauer zu ernähren. Ohne Raubbau an der Natur und am Boden.

        Wo sind wir trotz industrieller Landwirtschaft auf einem guten Weg in puncto Umweltschutz in Deutschland? Importieren wir nicht immer noch gigantische Mengen Kraftfutter über weite Strecken und essen wir nicht immer noch mehr Fleisch, als gut für uns (und die Umwelt) wäre? Ist nicht die Biodiversität in Deutschland immer noch im Schwinden begriffen? Sind nicht die THG-Emissionen (auch aus der Landwirtschaft) immer noch viel zu hoch? Haben wir das Problem der Bodenerosion und des Humusabbaus neuerdings gelöst?

        Antwort
      3. Hannes Schleeh Autor

        Hallo Rene;

        der Vergleich mit 1900 kam von Dir. Deine Argumente helfen uns hier nicht weiter. Da können wir noch stundenlang hin und her argumentieren. Da kommen wir nicht zusammen.
        Aber was ist Deiner Meinung nach zu tun? Sollen wir die Verbraucher und Landwirte per Gesetz zu der von Dir favorisierten Landwirtschaft zwingen? Wie soll das gehen und dann noch den kompletten Welthandel umkrempeln? Wie sieht die Lösung aus Deiner Sicht aus?

        Antwort
      4. René

        Moment mal. Du sagst vereinfacht gesagt „artgerechte Tierhaltung kann niemand bezahlen“. Ich sage, vereinfacht gesagt: „Doch, man kann – und wenn du noch die externen Kosten berücksichtigst ist die artgerechte Tierhaltung insgesamt sogar günstiger für die Gesellschaft“.

        In wie fern „hilft das nicht weiter“? Hilfreich ist nur, was deine Meinung unterstützt oder wie darf ich das verstehen?

        Einen (einfachen) Weg, wie eine nachhaltige Landwirtschaft (und Gesellschaft) erreicht werden kann, kann ich dir natürlich nicht bieten. Dafür ist die Thematik auch zu komplex.
        Aber wir müssen doch erst mal die Probleme der heutigen Landwirtschaft benennen und gute Alternativen herausarbeiten. Das versuche ich als Landwirt und Naturwissenschaftler. Um die Implementierung müssen sich dann SozialwissenschaftlerInnen kümmern, von solchen Dingen verstehe ich nämlich leider nur wenig.

        Antwort
      5. gerald

        Sorry, war letzte Woche nicht da. Nur zur Ergänzung: Dass der Öffentlichkeit ein falsches Bild von der Landwirtschaft vermittelt wurde, das stimmt – aber nicht so wie du es schilderst. Bei entsprechendem Bewusstseinswandel könnte es schon sein dass die Leute bereit sind mehr zu bezahlen. Auch in den anderen Punkten stimme ich mit der Meinung von René überein. Ich bin überzeugt, dass wir sobald wie möglich in Richtung 100% Ökologische Landwirtschaft kommen müssen!!! Von Bauernverband u. Agrarindustrie beeinflussten Menschen kann man nicht erwarten dass sie das verstehen – Antwort nicht erforderlich, danke.

        Antwort
        1. @BauerHolti alias Marcus Holtkötter

          Das du keine Antwort möchtest kann ich mir denken Gerald,
          Wie soll das den gehen mit 100% Bio? Fangen wir mal beim Getreide an die Erträge werden vorsichtig geschätzt um Zahl. 50% zurück gehen. Gerade auf sehr guten Hochertragsstandorten auch noch mehr. Nur der eingesetzte Kraftstoff pro ha bleibt gleich bzw. Wird durch zusätzliche Überfahrten für Striegeln und Hacken eventuell sogar steigen. Somit wird pro kg Erzeugnisse doppelt soviel Kraftstoff benötigt. Ja das ist sehr ökologisch. Das gleiche bei Tirischen Erzeugnissen. Den ohne geht es nicht wo sollen sonst die Nährstoffe herkommen. Jetzt werden vermutlich gleich die Mineraldünger angeführt nur der Verbrauch geht in den letzten Jahren zurück! Wir düngen sehr gezielt mit Gülle und Mist. Somit benötige ich nur sehr wenig Mineraldünger und davon ist noch ca 50% ein Abfallprodukt aus der Industrie ( N und S werden unter anderem aus den Filteranlagen gewonnen). Wenn man mal ehrlich ist wird doch gerade mit Biologischer Landwirtschaft ein Raubbau an dem Boden betrieben. Ich kann nicht immer nur Ernten wenn die Nöhrstoffe aus dem Biden raus sind ist er tot. Klar gerade auf grenzstandorten mag es gut funktionieren. Nur warum stellen den so viele Bio Betriebe nach 15-20 Jahren wieder um? Die meisten führen die geringen Erträge an. Komisch was. Aber mit der Wahrheit kommen hier manche scheinbar nicht so klar.

          Antwort
  12. Sebastian

    Hallo,
    es ist lustig weil es eine überzogene darstellung der Realität ist so funktioniert Kabaret Satire sogar der Clown funktioniert nach diesem Prínziep. Ich sehe das so das die Verbraucher mitbekommenh wie so etwas funktionieren kann. Natürlich gibts Landwirte die sich zurecht darüber aufregen. Aber es wird auch genug geben die sich darin ein stückweit wieder erkennen. Eine Tier ist ein Lebendes wesen und wir beuten die Tiere aus weil wir mehr nehmen als wir brauchen.

    Antwort
    1. Hannes Schleeh Autor

      Das mag schon sein Sebastian, aber das „Ausbeuten“ von Nutztieren den Landwirten allein vorzuwerfen ist nicht in Ordnung. Ohne moderne und effiziente Landwirtschaft hätten die Vegetarier und Veganer gar keine Zeit sich solche Gedanken zu machen. Sie müssten sich die überwiegende Zeit um den Erwerb ihres Essens bemühen. Das Obst und Gemüse, das sie zum Überleben brauchen, bauen die Wenigsten selbst an. Wer so leben will soll das tun, aber nicht ständig den Landwirten vorschreiben, wie sie ihren Job zu machen haben. Außerdem ist die große Mehrheit der Bevölkerung für günstige und qualitativ hochwertige Produkte aus der Landwirtschaft. Die kaufen einfach ein und sind nicht dauernd laut und mit erhobenem Zeigefinger in den Medien unterwegs. Bei der Masse der Verbrauchern müssen die überzeugten Vegetarier und Veganer ansetzen, wenn sie was ändern wollen, nicht bei den Landwirten. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, produziert wird was nachgefragt wird und nicht was sich ein paar Menschen mit Visionen wünschen.

      Antwort
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  14. René

    Das kann schon etwas: Anderen Zynismus, einseitige Berichterstattung und Unwissenschaftlichkeit unterstellen – und selbst Tatsachen zurechtbiegen, verdrehen und verschweigen.

    „„Schon heute besitzen zwei Drittel der Betriebe mehr als 100 Tiere”
    stimmt nicht. Ein Drittel der Betriebe wäre richtig gewesen.“

    Falsch. Das Video spricht von Rindern, du nur von Kühen. Alle Kühe (um die es hier geht, es gibt natürlich auch Kühe bei anderen Tierarten) sind Rinder, aber nicht alle Rinder sind Kühe. Das Video hat Recht.

    „Bewegung und Auslauf sind aber in großen modernen Ställen eher möglich als in alten Ställen in Ortslagen.“

    Richtig, aber ohne Weidegang ist das definitiv nicht genug, um dem Rind ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Artgerechtes Leben bedeutet auch, dass arttypisches Verhalten ausgelebt werden kann. Das ist auch in einem modernen Laufstall nur eingeschränkt möglich. Den Beweis dafür sehe ich immer, wenn ich das Verhalten unserer Rinder im Sommer auf der Weide oder im Winter im Laufstall beobachte. Im „Lauf“stall verbringen die Tiere wesentlich weniger Zeit mit Ortswechseln – klar, es gibt ja auch weniger Platz.
    Das wäre, als würde man einen Menschen für das gesamte Leben in seiner Wohnung einsperren. Die bietet sicherlich mehr Platz als ein Zimmer, aber artgerecht ist es nicht.
    Oh und dass die üblichen Spaltenböden ziemlich uncool sind, sollte eigentlich so klar sein, dass man es gar nicht mehr erwähnen müsste. Dass die entstehende Gülle ein krasses Umweltproblem darstellt ist dann nur noch die Spitze des Eisberges.

    „Gewichtsmäßig den größten Anteil beim Futtermix der Kühe machen Mais- und Grassilage aus.“

    Eben. Auch das ist nicht artgerecht. Die Grassilage besteht typischerweise aus wenigen Obergräsern mit hohem Futterwert, z.B. Weidelgras. Maissilage und Kraftfutter sind für Rinder dann völlig unnatürliches Futter.
    Eigentlich würden Rinder hauptsächlich Gras fressen, dazu Kräuter und Kleearten und ein wenig Blätter von Bäumen und Sträuchern. Aber Kräuter finden sich auf intensiv genutztem Grünland keine mehr, da sie den Stickstoff und die häufigen Schnitte nicht vertragen. Klee wird als Ackerfutter nicht mehr angebaut, da Mais billiger und ertragreicher ist. Über die Auswirkungen auf Umwelt und Boden macht man sich keine Gedanken.
    Gras und Kräuter sind aber für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Rinder essentiell: Sie enthalten deutlich mehr Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als Mais oder Kraftfutter und der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren ist höher. Daher ist auch der Omega-3 Gehalt in Weidemilch höher als in „normaler“ Milch.
    Der Magen eines Rindes hat sich in Millionen von Jahren Evolutionsgeschichte an Gras und Kräuter als Nahrung angepasst. Mais und Kraftfutter sind für Wiederkäuer so ungeeignet wie raffinierter Zucker für den Menschen.

    „Warum sollte man sich für die Milchproduktion eine Rasse mit schlechter Milchleistung in den Stall stellen.“

    Weil die Milchleistung der meisten Kühe heute nicht mehr gesund ist. HF ist eine Qualzucht. Nicht nur häufigere Krankheiten (Euterentzündung, Klauenprobleme und und und) sind die Folge,auch optisch sieht man doch, dass diese Rasse nicht gesund ist: Die Tiere sehen aus wie ein Gerippe. Wenn man mal HF-Kühe und Schwarzbunte Niederungsrinder nebeneinander gesehen hat, dann springt das sofort ins Auge.
    Zuchtziel sollte eine Zweinutzungsrasse mit hoher Lebensleistung bei guter Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere sein, nicht kurzfristige Maximalleistung. Die meisten HF-Kühe werden mitnichten alt, 5 Jahre Maximum. Die männlichen Kälber müssen außerdem früh geschlachtet werden, da HF-Rinder ja kaum Fleisch ansetzen. Reine Milchrasse eben.

    Fazit: Abgesehen von der Anbindehaltung, die ganz sicher kein Beispiel für moderne Rinderhaltung ist (aber dennoch natürlich weiterhin existiert und ein Tierschutzproblem darstellt) ist das Video richtig.
    Kritikpunkt am Video meinerseits wäre jedoch, dass den LandwirtInnen die Schuld zugeschoben wird. Ich will diejenigen meiner BerufskollegInnen, die ihre Tiere schlecht halten, zwar nicht von jeder Schuld freisprechen – aber die Hauptschuld liegt meiner Meinung nach bei VerbraucherInnen, Discountern, Politik und den BeraterInnen.

    Antwort
    1. Hannes Schleeh Autor

      Hallo René,

      hier wird nichts zurecht gebogen, verdreht und verschwiegen. Dann bring doch bitte auch Fakten zu Deinen Aussagen. Das mit den Kühen und Rindern ist doch Haarspalterei, welcher Zuschauer der Sendung differenziert das! Aber Du hast Recht, ich spreche von Kühen und habe das auch belegt. Um die Milchproduktion geht es auch in dem Video und wenn es so weiter geht, haben wir in Deutschland bald nur noch Betriebe mit über hundert Kühen. Nur die Darstellung im Clip ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung!

      Die modernen Laufställe sind aus der Sicht des Tierwohls sicher besser als die alten Anbindeställe. Ob man mit reiner Weidehaltung noch wirtschaftlich produzieren kann zweifle ich stark an. Wer soll die ganze Arbeit machen in unserer hoch industrialisierten Welt? Wer bezahlt dann die Arbeitskräfte. Bio-Haltung hat sicher ihre Berechtigung, wird aber weiter eine Marktnische sein. Deine Vergleiche sind keine Fakten, sorry!

      Was für über Jahrtausende vom Menschen gezüchtete Rinder artgerecht ist oder nicht, darüber kann man trefflich streiten. Wenn es so wenig artgerecht wäre, wie Du behauptest, warum ist es dann erlaubt? Was sagen die Wissenschaftler dazu?

      Auch zu den Rassen bringst Du keine wirklich schlüssigen Gegenargumente. Das ist Ansichtssache!

      Im letzten Punkt bin ich einer Meinung mit Dir, die Landwirte sind der falsche Ansatzpunkt für Änderungen. Das habe ich auch in meinem heutigen Artikel geschrieben.

      Und zum Schluss noch eine letzte Frage an Dich, warum haben die Macher des Videos noch kurz vor der Sendung Änderungen vorgenommen? Sicher nicht, weil sie Bock darauf hatten, sondern weil definitiv falsche Aussagen drin waren. Nur die haben sie aus rechtlichen Gründen raus gemacht, die anderen kann man wie wir Zwei aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und verargumentieren. Insgesamt ist der Clip aber einseitig und gegen die Landwirte gerichtet.

      Antwort
      1. René

        „Das mit den Kühen und Rindern ist doch Haarspalterei“

        Nein, das ist eine wissentlich falsche Darstellung deinerseits (ich gehe davon aus, dass dir der Unterschied zwischen Rindern und Kühen auch vor meiner Antwort bewusst war).

        Laufställe (ohne Weide) sind besser als Anbindehaltung, klar. Eine 5 ist auch besser als eine 6 in der Schule, aber deswegen bin ich im Normalfall mit einer 5 noch lange nicht zufrieden. Und wer das bezahlen soll? Fleisch ist ein Luxusgut. Entsprechend teuer sollte es auch sein. Tiere schlecht zu behandeln, nur weil man dann billiger an ihr Fleisch kommt ist moralisch falsch. Dann esse ich lieber seltener Fleisch und dafür hochwertiges. Ist auch gesünder.

        „Deine Vergleiche sind keine Fakten, sorry!“

        Ach komm. Ich habe bisher mehr (richtige) Fakten geliefert als du, bloß gibst du dir nicht die Mühe, auf meine einzugehen. Natürlich kann ich dir auch noch ein paar Quellen geben:

        Omega 3 in Milch: http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0082429
        Mineralstoffgehalt (Zu beachten ist hier, dass die Bezugsgröße die Trockenmasse ist und nicht der Energieinhalt. Bezogen auf den Energieinhalt hat die Maissilage sogar noch weniger Mineralstoffe): http://www.tll.de/ainfo/pdf/silm0804.pdf
        Dass die Rinder sich in Jahrmillionen der Evolution an vor allem Gras (+Kräuter und Klee) als Nahrung angepasst haben, sollte klar sein. Und die wenigen tausend Jahre züchterischer Bearbeitung sind aus biologischer Sicht ein sehr kurzer Zeitraum, innerhalb dessen sich die Ernährungsgewohnheit nicht derart ändert. Zumal die Fütterung mit Maissilage und Kraftfutter keine tausend Jahre alt ist.

        „Auch zu den Rassen bringst Du keine wirklich schlüssigen Gegenargumente. Das ist Ansichtssache!“

        Wenn im Durchschnitt 60% aller HF-Kühe während einer Laktation wenigstens ein mal erkranken und tierärztlich behandelt werden müssen, dann ist das keine Ansichtssache sondern eine Qualzucht.

        Überhaupt gehst du nicht wirklich auf meine Argumente ein, sondern weichst aus. Wenn du sagst, dass eine Ernährung, die mit der natürlichen Ernährung eines Rindes fast nichts mehr zu tun hat, artgerecht ist, liegt die Beweislast auf deiner Seite. Dass eine natürlich Ernährung artgerecht ist, sollte klar sein. Ebenso liegt die Beweislast, dass Ställe ohne Weidezugang und demzufolge mit stark eingeschränkter Bewegungsfreiheit (was beispielsweise Enthornen erforderlich macht) artgerecht sind, auf deiner Seite. Alles andere ist „shifting the burden of proof“.

        Antwort
  15. Hannes Schleeh Autor

    René,

    was ist denn artgerechte Haltung? Da fängt es schon mal an, das wir da nicht einer Meinung sein werden. Da können wir uns jetzt noch stundenlang die Argumente um den Kopf hauen. Ich akzeptiere Deine andere Sicht, aber was bringt Dir das? Willst Du mich und die Mehrheit der Menschen zwingen Deiner Weltsicht zu folgen? Ich wunder mich auch wie viel Zeit Du als Landwirt und Naturwissenschaftler hast? Die meisten Landwirte haben wenig Zeit für solche Diskussionen weil sie sich um ihre Betriebe kümmern müssen.
    Wir können das ja gerne in einer Livesendung mit Fachleuten auf http://bloggercamp.tv weiter diskutieren.

    Antwort
    1. René

      „Artgerechte Haltung bezeichnet eine Form der Tierhaltung, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert und insbesondere auf die angeborenen Verhaltensweisen der Tiere Rücksicht nimmt. So versucht sie, vor allem im Unterschied zur Massentierhaltung, sich an die artspezifischen Bedürfnisse der Tiere anzupassen.“ (Wikipedia)
      Das wäre für mich eine ganz brauchbare, oberflächliche Kurzdefinition.

      Woher du die Idee nimmst, ich wolle dich oder irgendwen zu irgendetwas zwingen, ist mir nicht ganz ersichtlich. Das habe ich nirgendwo behauptet.

      „Ich wunder mich auch wie viel Zeit Du als Landwirt und Naturwissenschaftler hast? Die meisten Landwirte haben wenig Zeit für solche Diskussionen weil sie sich um ihre Betriebe kümmern müssen.“

      Die durchschnittlichen MitteleuropäerInnen verbringen vier Stunden am Tag vor der Glotze. Ich treibe lieber Sport, koche und diskutiere. Das hält gesund und den Geist frisch.
      Außerdem lenkt es mich von meiner 25-seitigen Arbeit ab, die ich noch für die Uni schreiben muss. Eigentlich bin ich nämlich derzeit Student und erst wenn ich mit dem Studium fertig bin, arbeite ich (wieder) vollzeit in der Landwirtschaft. Aber ich weiß gar nicht, was das mit dem Thema zu tun haben soll… ad hominem oder roter Hering – Fehlschluss?

      Die Diskussion ist übrigens tatsächlich wenig fruchtbar, wenn du nicht auf meine Argumente eingehst.

      Antwort
      1. René

        Achso: Bezüglich Livesendung. Prinzipiell gerne. Wird dir meine Mailadresse angezeigt? Dann darfst du mich gern deswegen anschreiben😉

        Antwort
      2. Hannes Schleeh Autor

        Hallo René,
        Klasse, dazu müsstest Du einen Google Plus Account, eine Webcam und Smartphone-Headset haben. Kontaktier mich doch bitte auf Google Plus. Dann planen wir Dich bei der nächsten Sendung zu dem Thema mit ein. Und setz dich an Deine Arbeit!😉

        Antwort
  16. Brigitta Blume

    Viel Zeug zusammengekommen hier. Eben noch als PS zu den Veganern und Vegetariern: ich bin da durchaus nicht tolerant. Es ist meiner persönlichen Ansicht nach ein Unding, daß es inwischen Menschen gibt, die zu 100% auf die Tierhaltung angewiesen sind (wie jeder Mensch), aber sich aus vermeintlich moralischen Gründen aus ihrer Verantwortung stehlen, indem sie permanent behaupten, man „könne auch ohne Tiere Lebensmittel produzieren“ und das womöglich auch noch für den „besseren“ Weg der Ernährung halten und verbreiten. Wer daran interessiert ist, daß es auch morgen noch genug zu essen gibt, der kann nicht „weniger Fleisch“ wollen, es sei denn, er will Soylent Green.

    Und mit Verlaub – wer will denn heute noch seinen Tieren eine „möglichst natürliche Haltung“ zumuten? Wir halten weder Wildrinder (die sind ausgestorben, und mit ihnen btw auch die Eigenschaft , Zweige und Blätter als nennenswerten Anteil im Raufutter aufzunehmen. Hat man bis heute auch bei den Rückzüchtungen nicht hinbekommen, einmal verlorene Gene kann man nun mal nicht wiederholen.), noch halten wir Wildschweine, und Wildhühner stammen aus dem indischen Dschungel, die haben hier in der Natur erst recht nichts verloren.

    Unsere Tiere, wir können uns dem Video nach ja mal an den Rindern gütlich tun, leisten durch die Bank mehr als ihre natürlichen Vorfahren oder Verwandten, und haben deswegen auch das Recht auf eine bessere als die natürliche Behandlung. Kilometerweites Wandern in der Natur ist der Futtersuche geschuldet und keine Bewegung als Selbstzweck. Rinder mit ausreichend Futter sind standorttreu. Natürliche Haltung = natürliche Selektion. Will keiner.
    Heißt im Besonderen: besseres Futter als in der Natur, besserer Wetterschutz als in der Natur, bessere medizinische Versorgung als in der Natur, und was man dann hat, ist eine TIERGERECHTE Haltung.

    Die beinhaltet im Vergleich zur Natur Kompromisse, ganz klar. Aber die meisten Tiere sind auch soweit domestiziert, daß sie diese „Kompromisse“ vorziehen. Im Wahlversuch gehen Milchkühe eben nicht den ganzen Tag auf die Weide, erst recht nicht bei Regen oder Schlechtwetter, und sie liegen lieber in trockenen, weichen Liegeboxen als auf einer feuchtkalten Fläche. Und ein AMS wird freiwillig aufgesucht, bis zu 7x am Tag.

    @Rene: der Vergleich mit der Wohnung gefällt mir gut. Nur, daß die Wohnung einer Kuh eben ihre Liegebox ist. Und eine Stadt der Stall. Mit allem drum und dran: Futterversorgung, Wasserversorgung, Arzt, und Abwasser: kein Mensch möchte auf den Teppich scheißen und dann Stroh drüber streuen – ein Plumpsklo aka Spaltenboden hat auch Vorteile. Und wenn man schon Kühe vermenschlichen will: wie viele Menschen kennst Du denn, die mit einem Offenstall oder auch nur einem Außenklimastall zufrieden wären?😉

    Antwort
  17. Karin

    Danke, René! Wenn jeder Landwirt so denken und handeln würde, wäre das schon der Weg zum Ziel. Und lieber Herr Schleeh, sie repräsentieren die Kategorie Menschen, die leider die ganzheitlichen Zusammenhänge aus den Augen verloren hat oder nicht hinschauen will. Schade!

    Antwort
  18. Brigitta Blume

    Nur mal so nachgefragt @Karin: wie sähe denn eine „ganzheitlich betrachtete“ und „artgerechte“ Haltung des Menschen aus, der Definition von Rene nach?
    „An den natürlichen Lebensbedingungen orientiert“ – das bedeutet dann Verhungern, Erfrieren, an Parasiten eingehen, und an Verletzungen / Infektionen elend verrecken. Die Natur kann man nicht zweiteilen, und sich „nur das Gute heraussuchen“!

    Antwort
  19. Sebastian

    Hallo Hannes,
    ich renne hier nicht mit erhobenem Zeigefinger rum ich, ich habe nur gesagt das sich einige darin wieder erkennen wir befinden uns auf einem Weg der besserung nur ist mir persönlich das noch nicht genug. Ausbeutung ist es immer wenn ich einem Tier sein Junges weg nehme und der Kuh dann die Milch stehle die eigentlich für das Junge gedacht ist und da ist es egal ob öko oder nicht. Ich habe auch noch nicht drüber gesprochen wie eine Kuh schwanger wird und was dann mit dem Jungen passiert. Desweiteren redes du immer über Hochwertige und günstige Produkte davon abgesehen das alles Tierische ziemlich schlecht für unseren organismuss ist funktioniert entweder hochwertig oder Günstig.
    Es gab immer schon Menschen die sich darüber gedanken gemacht haben es fäng bei irgend welchen alt Grichischen Philosophen an und geht bis in unser Zeitalter. Nur das es heute so oft vor kommt liegt wahrscheinlich mit an den Medien und evtl der Bildung aber grundsätzlich ist der Konsum von Tierischen Produkten eine Frage der Ethik und der Moral. Und heute zu Tage kann ich mich frei entscheiden was ich esse oder was ich anziehe.

    Brigitta

    warum kann man nicht ohne Tierhaltungleben ? Und zu soylent green ich mag irgendwelcher ersatz produkte nicht wirklich ich liebe dafür karotten oder Rettich oder anderes Gemüse also noch son echtes was man Richen kann und schmecken.

    Antwort
  20. Hannes Schleeh Autor

    Hallo Sebastian,
    was meinst du mit Ausbeutung. Das Rind wird gefüttert gesund erhalten und hat einen sauberen Stall. Dafür bekommt der Landwirt Milch und Fleisch. Arbeitest Du umsonst? Wen beutest Du aus? Wie Brigitta schon ausgeführt hat, gäbe es die Rinder in dieser Form nicht, ohne den Nutzer Mensch. Analog dazu müssten auch alle Haustiere abgeschafft werden. Die werden nach Deiner Definition auch nicht artgerecht gehalten. Bei Hunden und Katzen werden die Jungen auch den Müttern weg genommen. Als Gegenleistung müssen diese Tiere die Launen ihrer Besitzer ertragen. Da fragt man sich welches Tier es dann besser hat? Sterben müssen sie auch, genau wie die Nutztiere.
    Die Menschen, die sich auch in der Antike schon mit diesen Gedanken beschäftigt haben, waren immer dazu in der Lage, weil es ihnen Knechten, Mägde oder Sklaven möglich gemacht haben. Es ist nur heute leichter und mehreren Menschen möglich.
    Also freue Dich darüber so leben zu können und zu dürfen und lass den Landwirten ihren Job machen.
    Wenn es noch mehr Menschen mit Deiner Einstellung gibt, regelt den Rest der Markt. Bei Galileo haben sie heute gezeigt welches Angebot es bereits dafür gibt.

    Antwort
  21. Stephan Kugler

    Hallo Hannes Sch…
    Naiv, Ignorant, Zynisch, Unüberlegt, Äpfel mit Zitronen vergleichen und es nicht merken, Dumm. Die Kreatur wird durch künstliche Befruchtung (Vergewaltigung) ins Leben gezwungen, bewegungslos bei Kunstlicht im Stall gehalten und mit reichlich Arznei im Futter ruhig und antiseptisch gehalten. Das ist Leiden und nichts anderes das könntest selbst du kapieren wenn du nur in der Lage wärst ein minimum an Empathie zu entwickeln.
    . Krank zu behaupten der Landwirt die Milch saugt oder das Tier ermordet bekäme dadurch seine verdiente Belohnung. Das Tier Arbeitet nicht, es wird ausgebeutet, gezwungen, das ist in keinster weise freiwillig da. Dumm oder zynisch in diesem Zusammenhang zu fragen ob man umsonst Arbeiten würde. KLar gäbe es die Rinder in deiser Form nicht und das wäre auch gut so. Analog Haustiere weg klar doch was ist das Problem. Leistung – Nutzen das sind lebende Wesen was soll diese Kake mit diesem Kosten Nuzen geblubbere, da geht es um Leiden und Ausbeutung von Milionen hilfloser Kreaturen und da blubbert so ein Amöbenhirn was von Kosten Nutzen. Die Menschen in der Antike geblubber geblubber geblubber.
    Irgendwie scheinst du der typische Räpresentant des eher Rücksichtslosen Unachtsamen Zynischen EgomanischenHirntoten Fernsehintellektuellen Sportschau Normalbürgersmonsters zu sein.

    U Suck Big Time

    PS
    Wer Tiere quält,
    ist unbeseelt
    und Gottes guter Geist ihm fehlt,
    mag noch so vornehm drein er schaun,
    man sollte niemals ihm vertraun.

    Sagt Goethe

    Antwort
  22. @BauerHolti alias Marcus Holtkötter

    Guten Morgen zunächst einmal,
    wie hier manche Argumentieren und den Hannes Schleeh angreifen ist ja wohl unterste Schublade. Keine gute Kinderschublade oder liegt es an einer mangelhaften Ernährung wo dem Körper und Gehirn wichtige Stoffe fehlen?
    Ich finde es schon interessant wie hier manche behauten das es so sei wie in den Quarks &Co Video. Das hingegen es in dem Video aus dem Stall von Basti so nirgends aussehen würde. Auch Spaltenböden seien Peres was schlechtes genau wie die Gülle. Die Gülle ist ein sehr wertvoller Dünger der sehr zielgerichtet eingesetzt werden kann. All das ist mit Mist nicht nötig. Den winzigsten Vorteil den Mist bietet ist der Humusaufbau im Boden. Den kann ich aber auch anders erreichen.
    Mich würde mal ernsthaft interessieren wo die versteckten Kosten der konventionellen Landwirtschaft liegen sollen. Wo ist das große Problem mit der Gülle. Alles nur lehre Schlagwörter. Leider habe ich in den nächsten Tagen nicht die meiste Zeit sonst würde ich direkt noch viel weiter ausholen. Aber bitte höflich bleiben sonst könnte es passieren das ich doch noch ganz weit aushole.

    Antwort
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