Flugdrohnen in der Landwirtschaft


Drohnen sind das nicht Killermaschinen?

Bisher sind unbemannte Flugdrohnen in der Bevölkerung überwiegend als ferngesteuerte Killermaschinen der Militärs bekannt.

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Jedes Kind kann eine moderne Drohne fliegen

Seit Kurzem werden einfache und leichte Quadcopter, wie die für 290,00 Euro erhältliche AR-Drohne von Parrot, an Endkunden verkauft. Die Technologie der selbstfliegenden Schwebegeräten wird immer besser und preislich werden die Geräte durch Massenfertigung immer günstiger.

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Brauchte man früher ein überragendes Talent und viel Übung um zum Beispiel ein ferngesteuertes Helikopter-Modell zu fliegen, kann heute jedes Kind einen einfachen Quadcopter mit dem iPhone steuern. Der Hauptgrund liegt in der im Fluggerät integrierten Sensoren und Software. Damit halten die Hightech-Flugmaschinen selbständig ihre Position. Selbst die Landung ist automatisierbar. Dadurch gehen diese Geräte sehr selten zu Bruch.

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Laut dem Flugdrohnen-Experten Peter Koppendorfer ist Deutschland und insbesondere Bayern ein Paradies für Flugdrohnen. Man braucht als gewerblicher Nutzer für diese Fluggeräte nur eine einfache Genehmigung ohne Nachweis irgendwelcher Kenntnisse und darf dann Drohnen bis zu 5 Kilogramm fliegen. Der Spiegel hat dazu einen sehr ausführlichen Artikel veröffentlicht.

Aber wie sollen diese technischen Spielzeuge den Landwirten helfen?

In den USA geht man davon aus, das Flugdrohnen speziell in der Landwirtschaft den größten Nutzen entfalten werden. Aus der Luft oder über Satelliten Aufnahmen des Pflanzenbestandes zu erstellen, war bisher ein teueres Unterfangen. Bemannte Flugzeuge und Hubschrauber mit Fotografen an Bord kosten oft mehr, als die Einsparung durch die gemachten Fotos. Satellitenbilder sind teuer und ungenau.

Precision Farming mit Flugdrohnen

Mit Flugdrohnen, braucht es nur eine Person am Boden, um geeignete Fotos vom Bestand zu schießen. Mit Spezial-Kameras an den Drohnen sind sehr spezielle Aufnahmen möglich, die konkrete Aussagen zum Zustand der Pflanzen zulassen. Mit Wärmebild-Kameras kann man krankheitsbedingte Veränderungen im Bestand schon zu einem frühen Stadium erkennen. Die Auswertung der Bilder ermöglicht den gezielten und damit Ressourcen schonenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Wildschweinjagd mit Luftunterstützung

Der vermehrte Maisanbau für Futter und Biogasanlagen hat in einigen Gegenden zu einem starken Anstieg der Wildschwein Population geführt. Die Jäger haben Probleme den schlauen Schweinen Herr zu werden. Mit den Wärmebild-Kameras lassen sich laut Peter Koppendorfer auch tierische Schädlinge aufspüren. Derzeit entwickelt er eine Flugdrohne für Jäger. Mit diesem Gerät sollen die Jagdpächter zukünftig Wildschwein Rudel in den Maisbeständen lokalisieren können. Die Tiere werden dann zum Abschuss aus dem Bestand getrieben. Hohe Ausgleichszahlungen der Jagdpächter an die geschädigten Landwirte machen die Anschaffung einer Flugdrohne lohnenswert.

Sobald die Drohne einsatzfähig ist, werden wir darüber berichten.

4 Gedanken zu „Flugdrohnen in der Landwirtschaft

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  3. Hannes Bader

    Vielleicht sollte man Drohnen auch einmal dafür hernehmen um Jäger zu kontrollieren. Bzw die Angaben dieser welchen. Denn ob aus einem Schlag heraus 75 Stück Schwarzwild geschossen wurden, oder tatsächlich nur 41 Stück drin steckten, ist schon ein gewaltiger Unterschied.
    Und so kann man dann Abschussvorgaben für die nächste Saison schön nach oben treiben !

    Antwort

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